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Dienstag, 04. September 18 um 21:09 |

Erfolgreicher Lehrgang Hubschrauber gestützte Wasserrettung

Die Wasserwacht Niederkassel hat nun ein weiteres Mitglied zum Air Rescue Specialist (ARS) oder kurz auch Luftretter Wasserwacht ausgebildet. Mit Kathrin Neidel erstmals, nordrheinweit, eine Frau. Des Weiteren sind Kai Schmidt und Lars Linden, beides schon langjährige ARS, zu Multiplikatoren weitergebildet worden. Damit sind in der Wasserwacht Niederkassel alle drei Multiplikatoren des DRK Landesverbandes Nordrhein ansässig. Die Aufgaben der ARS bestehen darin, Personen im Hochwassereinsatz per Hubschrauber aus ihren misslichen Lagen zu befreien, zum Beispiel von Häusern zu evakuieren, oder (notfallmedizinisch) zu versorgen

Der Bundeslehrgang Hubschrauber gestützte Wasserrettung fand vom 16.-22.08.17 in Bayern statt. Die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und sind entweder Mitglieder der Wasserwacht, oder der DLRG. Die Kandidaten haben schon weit vor dem Lehrgang mit umfangreicher Ausbildung begonnen. Neben sanitätsdienstlichen Kenntnissen und Erfahrungen sind alle Anwärter auch Fließwasserretter und verfügen für die anspruchsvolle Aufgabe als ARS über sehr gute körperliche Fitness und Höhentauglichkeit.

Zuerst in Bad Tölz wurden die Teilnehmer im Crew Ressource Management (CRM), Psychosoziale Notfallversorgung geschult. Auf Grund der niedrigen Wasserstände in den Flüssen wurde der Teil der erweiterten Fließwasserausbildung nach Österreich in die Ziller verlegt. Im Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht (ZSA) wurden die Teilnehmer von den Multiplikatoren in den einzelnen Rettungsverfahren von zum Beispiel Hausdächern ausgebildet. Ebenso haben die Teilnehmer gelernt andere Personen und sich selbst aus der Höhe abzuseilen. Das ZSA der Bergwacht bietet hierfür perfekte Bedingungen mit verschiedenen Hubschrauberzellen an der Hallendecke und einer Kletterwand bis 25m Höhe.

In den folgenden Tagen ging es über die Einweisung in die Hubschraubertypen durch die Bundespolizei Fliegerstaffel in Oberschleißheim dann nach Ingolstadt. Hier fand der Lehrgang seinen Abschluss und die Kandidaten mussten das erlernte Wissen direkt unterm Hubschrauber nachweisen. Die Luftretter mussten mehrmals in der Donau treibende „Opfer“ retten. Hierzu werden die ARS vom Hubschrauber in Wasser abgelassen und können dann mit einer speziellen Rettungsschlinge die Personen retten und hinauf in den Hubschrauber bringen.